Weiterführende Informationen zur Mottenbekämpfung



Warum habe ich Motten?

Keine Sorge! Sie sind nicht alleine! Rund ein drittel aller deutschen Haushalte hat bzw. hatte schon mit diesem Problem zu kämpfen. Egal ob kleiner Haushalt, großer Haushalt, in der Stadt oder auf dem Land, aufgeräumt oder nicht aufgeräumt. Kleidermotten fliegen einem tatsächlich einfach zu, Lebensmittelmotten, wie die Dörrobstmotte (Plodia interpunctella), oder die Mehlmotten (Ephestia kuehniella) kaufen Sie sich hingegen im Regelfall, durch bereits befallene Lebensmittel, ein.

Vorsicht bei Lebensmittelmotten
Finden Sie befallene Produkte, entfernen Sie diese bitte sofort. Die Ausscheidungen der Mottenlarven können allergischen Reaktionen, Schleimhautreizungen und Darmerkrankungen hervorrufen. Zudem siedeln sich Milben und verschiedene Pilze auf den Lebensmitteln an.

Mottenbekämpfung
Jeder dritte Haushalt hat mit Mottenproblemen zu kämpfen.


Wie bekämpfe ich Motten?

Die schmerzhafte Wahrheit zuerst. Es ist ein Irrglaube Motten verlassen das Haus freiwillig. Wir arbeiten eng mit einem Netzwerk an erfahrenen Biologen und Schädlingsbekämpfern zusammen und die langjährige Erfahrung und Expertise zeigt uns, dass sich Motten stetig vermehren und sich das Problem in den seltensten Fällen von alleine löst. Mottenfallen, Lavendel, Zedernholz oder ähnliche Hausmittel helfen nicht bei der Bekämpfung. Diese Produkte sind jedoch hervorragend zur Vorsorge und damit zum Schutz vor Mottenbefall geeignet.

Der Lebenszyklus der Motten
Warum es so schwer ist Motten loszuwerden liegt an deren Lebenszyklus. Abhängig von der Mottenart legt ein Weibchen zwischen 200 und 300 Eier in ihrem kurzen Leben. Mit der Fortpflanzung beginnen Motten relativ schnell. Das müssen Sie, da Ihre Mundwerkzeuge verkümmert sind. Eine ausgewachsene Motte lebt zwischen ein und zwei Wochen, da Sie keine Nahrung zu sich nehmen kann. Sich einer bereits fliegende Motte zu entledigen ist also nur bedingt hilfreich.

Motteneier und Mottenlarven sind das Problem
Die eigentlichen Schädlinge sind die Mottenlarven. Sie fressen sich durch unsere Nahrung und unseren Lieblingspullover. Von der Befruchtung des Mottenweibchens bis zum Schlüpfen der Larve können bis zu sechs Wochen vergehen. Bei Temperaturen um die 18 Grad dauert es lediglich ca. vier Wochen. Dies ist auch der Grund warum im Winter keine oder kaum Motten zu sehen sind. Aber Vorsicht! Es heißt eben nicht, dass diese plötzlich weg sind. Kurzum, es gilt also die Motteneier oder die Larven zu finden und zu bekämpfen.

Eiersuche - Mission impossible
Da Motten ihre Eier in die entlegensten Ecken und Ritzen legen können, gestaltet sich die Suche oft als schwierig. Auch eine Grundreinigung von Schränken oder ganzen Zimmern bring oft nicht den erhofften Erfolg, da man die Motteneier nicht findet. Berichten zu Folge konnten sich Betroffene durch das heiße Ausföhnen von Ecken und Ritzen helfen. Gegen Wasser warme Temperaturen á lá Trockner sind die Eier im Regelfall resistent. Einige Wochen in der Gefriertruhe helfen jedoch einzelne Eier auf befallener Kleidung abzutöten.

Chemie oder Natur?
Diese Frage erübrigt sich aufgrund des Lebenszyklus und der Eierablage der Motten. Ein seriöser Kammerjäger wird Ihnen auf die Frage, ob Sie nach einer Behandlung mottenfrei sind, nicht mit "selbstverständlich" antworten. Zu groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Sprühen chemischer Mittel nicht hinter Ablagen und Leisten gelangt. Oft wir die Behandlung bis zu dreimal durchgeführt und Ihre Familie und Sie sind schädlichen Stoffen ausgesetzt.

Schädlingsbekämpfungsmittel zählen übrigens zu den Biozidprodukten. Chemische Biozide gelten grundsätzlich als gefährliche Stoffe. Das grundlegende Ziel dieser Stoffe ist es, Lebewesen zu schädigen. Mittel gegen Insekten enthalten oft Nervengifte, die auch das Nervensystem von Menschen und Haustieren schädigen können. Seit 2004 hat der Gesetzgeber daher ein Verbot ausgesprochen verharmlosende Angaben bei diesen Mitteln wie "ungiftig" oder "unschädlich" zu bezeichnen. Der Einsatz von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln kann sich auf die negativ auf Ihre Gesundheit auswirken. Besonders gefährdet sind empfindliche Personengruppen, wie Babies, Schwangere oder Kranke.

Getarnte Chemie
Achten Sie bitte auch beim Kauf von Mottenfallen, Zedernholz etc. auf Natürlichkeit. Oftmals treten diese Produkte sehr natürlich auf, enthalten aber Transfluthrin oder auch Empenthrin.

Schlupfwespen als Alternative
Die Behandlung mit Schlupfwespen ist hingegen völlig harmlos. Die Schlupfwespe ist lediglich 0,3 - 0,5 mm klein, kaum sichtbar und kann auch nicht stechen. Durch Ihren sehr feinen Geruchsinn spürt sie die Motteneier auf und bekämpft so das Schädlingsproblem. Wichtig ist, dass Sie Ihre Helfer etwas unterstützen. Bringen Sie die Schlupfwespen in die Nähe der Befallszone und wenden Sie keinerlei zusätzliche Mittel an, die die Schlupfwespen (lat. Trichogramma evanescens) irritieren können. Nach der Behandlung sterben die Schlupfwespen einfach und lassen sich mit dem Staub aus dem Schrank kehren. Hier geht es zu den Schlupfwespen gegen Kleidermotten und Lebensmittelmotten.

Lebensmittelmotten_Hundefutter
Auch im Trockenfutter verstecken die Motten Ihre Eier.



Wie kann ich Mottenbefall vorbeugen?

Wenn Sie ein paar einfache Regeln beachten, können Sie die Wahrscheinlichkeit, von Motten befallen zu werden, stark reduzieren.

Lebensmittelmotten vorbeugen
Achten Sie z.B. beim Einkauf auf bereits infizierte Lebensmittel. V.a Getreideprodukte, wie Nüsse, Hülsenfrüchte, Backwaren und Dörrobst, sowie Schokolade, Marzipan oder auch Kaffee und Tierfutter sollten, falls möglich, beim Kauf etwas genauer unter die Lupe genommen werden. Bewegt sich schon etwas im Produkt, also die Larven, oder fallen Ihnen weiße "Fäden" auf, geben Sie es am besten unauffällig einem Mitarbeiter des Händlers ab. Zuhause selbst können Sie Lebensmittelmotten abschrecken, indem Sie Nelken oder Lorbeerblätter in die Nähe gefährdeter Lebensmittel platzieren. Lebensmittelmotten haben sehr feine Nasen und mögen diesen Geruch überhaupt nicht.

Kleidermotten vorbeugen
Auch Kleidermotten besitzen ein äußerst sensibles Geruchsorgan. Lavendel, Zedernholz oder auch Neem haben sich über Jahrhunderte bewährt, diese Art der Motte abzuhalten. Positiv auf die Entwicklung von Motten wirkt sich uns Lebenswandel aus. Indem wir unsere Schlafzimmer auch im Winter stetig heizen, fühlen sich Motten immer wohler und sind so das ganze Jahr über aktiv. Also im Winter lieber etwas weniger heizen. So helfen Sie der Umwelt und sich selbst.